Archiv für den Tag: 12. Dezember 2013


Mörderinnen. Künstlerische und mediale Inszenierungen weiblicher Verbrechen

Hyunseon Lee, Isabel Maurer Queipo (Hg.)

Weibliche Verbrechen werden nicht nur als Normverletzungen im ethischen, juristischen oder humanitären Sinne wahrgenommen – sondern auch und vor allem als Verstöße gegen Gendernormen. Welche Körperstereotype werden in diversen Medien und Gattungen mobilisiert oder kritisch befragt? Welche Vorstellungen von »richtigen« Geschlechterverhältnissen und Geschlechtsidentitäten kommen dabei ins Spiel?
Diese und andere Fragen werden in »Mörderinnen« von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Disziplinen an Repräsentationen von Mörderinnen in Film, Bild, Oper, Literatur und Massenmedien diskutiert und durch Beiträge des Autorenduos Peter Hiess/Christian Lunzer und des Kriminalisten & Autors Stephan Harbort bereichert.


Angela Davis: Feminism & Abolition: Theories & Practices for the 21st Century

Am 03.12.13 hielt Prof Angela Davis eine Antrittsvorlesung im Rahmen der neu eingerichteten und nach ihr benannten „Gastprofessur für internationale Gender und Diversity Studies“ am Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse (CGC).

Die Videoaufzeichnung des Vortrags ist auf der Homepage des CGC zu finden: http://www.cgc.uni-frankfurt.de/feminismabolition.shtml

 

 


Familie und Staat

(PROKLA)

Obwohl in der bundesrepublikanischen Gesellschaft neben der traditionell-heterosexuellen Familienform mannigfaltige Formen des Zusammenlebens entstanden sind, dominiert auch bei vielen jüngeren Menschen weiterhin das traditionelle Bild von Familie. Diese traditionelle Familienform ist nicht zuletzt auch deswegen vorherrschend, weil die staatliche Familienpolitik, aller Gleichstellungsrhetorik zum Trotz, zu ihrer Reproduktion beiträgt. PROKLA 173 zielt auf den Zusammenhang zwischen Familie und Staat – und dessen historische Dynamik. Abseits tagesaktueller Debatten soll nach Widersprüchen und Ungleichzeitigkeiten zwischen kulturellem und sozioökonomischem Wandel einerseits, Familienmodellen und Familienideologien andererseits gefragt werden.