Diskussion


 

an.schläge. das feministische Magazin. Diesmal: Horror!

Lange Zeit beherrschte die klassische Konstellation „männlicher Bösewicht bedroht weibliche Unschuld“ den Horrorfilm. Doch während der vergangenen Jahrzehnte haben eine Reihe starker weiblicher Figuren das Horrorgenre mitgeprägt – Carrie aus dem gleichnamigen Horrorklassiker, dessen Neuverfilmung dieser Tage in den Kinos anläuft, ist nur eine von vielen. Im aktuellen an.schläge-Schwerpunkt wollen wir wissen: Wie viel Handlungsmacht besitzen Monsterheldinnen? Wie feministisch ist das Final Girl? Und wie werden Gefahr und queere Erotik miteinander verknüpft?

 

Im Horror-Schwerpunkt geben sich Genre-Liebhaber_innen ein Stelldichein:

Julie Miess erläutert ihre Liebe zu Monstern, die Macher_innen des /slash Filmfestivals analysieren den Status quo des Fantastischen Kinos und vier Horrorfilm-Fans präsentieren ausgewählte Grusel-Motive (männermordende Wespenfrauen! Zombies auf Shopping-Tour!). Besonderes

Highlight: Kimberly Peirce, Regisseurin der neuen „Carrie“-Filmversion, erzählt vom Horror unterdrückten Begehrens und der Ambivalenz von Mutter-Tochter-Beziehungen. Elisabeth Streit wirft einen Blick auf Frauen in Horrorfilmen, die „zu viel“ fühlen, und Michaela Wünsch entlarvt den Serienkiller, dessen „weiße“ Identität durch die (weiße) Maske paradoxerweise betont wird. All die Filmtipps in den einzelnen Beiträgen sollten für einen schaurigen Winter ausreichen. Und vom drögen Klischee, Frauen würden keine Horrorfilme mögen, wollen wir jetzt wirklich nichts mehr hören.


LGBTI-Referat in Berlin soll Miete zahlen: offener Brief

Das Referat für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Inter, kurz LGBTI-Referat an der Humboldt-Universität zu Berlin soll Raummiete zahlen, weil u.a. „am hochschulpolitischen Gehalt“ der dort organisaierten Veranstaltungen gezweifelt wird. Hier gibt es den offenen Brief an die Beauftragte für Beschwerden nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).


Titel: Geschlecht und Geschichte in populären Medien

Wie werden Geschlecht und Geschlechterverhältnisse über populäre Präsentationen von Geschichte konstruiert? Welche Chancen und Beschränkungen bieten populäre Geschichtsformate in der Verhandlung von Geschlecht und in der Darstellung von Frauen- und Geschlechtergeschichte?
Die Beiträge des Bandes diskutieren diese Fragen aus interdisziplinärer Perspektive. Untersucht werden populäre Darstellungen von Frauen- und Geschlechtergeschichte in faktualen und fiktionalen Formaten vom 19. Jahrhundert bis heute: in performativen, bildlichen, audiovisuellen sowie Printmedien, in Schulbüchern, historischen Romanen und Comics bis hin zu Werbefilmen, Fernsehserien, Re-enactments oder Heavy Metal. Die dabei behandelten historischen Referenzräume spannen sich von der Antike bis zur Gegenwart.

Elisabeth Cheauré ist Professorin für Slavistik und Gender Studies an der Universität Freiburg.
Sylvia Paletschek ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg.
Nina Reusch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschergruppe »Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart« an der Universität Freiburg.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:

http://www.transcript-verlag.de/ts2373/ts2373n.php

 


Titel: »When we were gender…« – Geschlechter erinnern und vergessen. Analysen von Geschlecht und Gedächtnis in den
Gender Studies, Queer-Theorien und feministischen Politiken

Wie sich jener Menschen erinnern, die in einer hegemonialen Kultur unerwähnt bleiben? Das Verhältnis von Politik, Geschlecht und Gedächtnis ist eines der großen Problemstellungen der Gender Studies. Wie sehen die vergeschlechtlichten Kodierungen, Metaphern und Allegorien des Gedächtnisses aus? Welche Bedeutung kommt dabei der Materialität der Körper zu? Wie greifen performative Prozesse in Empfindungen ein?
In den Beiträgen dieses Bandes treffen Ansätze queer-feministischer Geschichtsschreibungen und biographische Erzählungen auf programmatische Untersuchungen der Verstrickungen von Geschlecht, Erinnerung und Geschichte.

Jacob Guggenheimer (Mag.) ist Koordinator des Forschungsnetzwerks »Kultur & Konflikt« und Lektor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU).
Utta Isop (MMag.) lehrt am Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien der AAU.
Doris Leibetseder (Dr. phil.) ist Mitarbeiterin am Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien der AAU sowie Lektorin an der AAU, der Karl-Franzens-Universität Graz und der Universität Wien.
Kirstin Mertlitsch (Mag.) ist geschäftsführende Leiterin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterstudien an der AAU.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:

http://www.transcript-verlag.de/ts2397/ts2397n.php

 


Titel: Ausgänge aus der »Frauen-Falle«?.
Die Un-Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Bild-Text-Diskurs

Wohin führen uns die Ausgänge aus der »Frauen-Falle«? Wie gestaltet die Wechselwirkung von Bildern und Texten, Metaphern und Argumenten den Kampf um Images im Diskurs zur (Un-)Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Florian Kreutzer zeigt anhand von detaillierten Fallstudien und systematischen Analysen: Während die »Frauen-Falle« die Hintergrundmetapher der Un-Vereinbarkeit bildet, dient der liminale Doppelkörper der berufstätigen Frau und Mutter als imagebildende Ikone der Vereinbarkeit.
Im theoretischen Bezugsrahmen dieser Diskursanalyse entwirft er eine dialektische Phänomenologie der medialen Imagebildung, die sich an Theodor W. Adornos negativer Dialektik, an der Metaphorologie von Hans Blumenberg und der Medientheorie von Niklas Luhmann orientiert.

Florian Kreutzer (Prof. Dr. rer. soc.) ist Professor für Soziologie an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:

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Neuerscheinung im Transcript-Verlag:

Elke Kleinau, Dirk Schulz, Susanne Völker (Hg.)
Gender   in Bewegung
Aktuelle Spannungsfelder der Gender und Queer Studies

November   2013, 358 Seiten, kart., 33,99 €
ISBN: 978-3-8376-2269-0


Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:
http://www.transcript-verlag.de/ts2269/ts2269n.php


 

Gender   und Queer Studies haben sich als innovativer Wissens- und Praxiskomplex   erwiesen: Sie haben neue Sichtweisen hervorgebracht und daran mitgewirkt,   Wissensproduktionen, Forschungsperspektiven und Problematisierungen inter-   und transdisziplinär zu (re-)formulieren. In der Theorie und Praxis, im   öffentlichen wie akademischen Raum zeigen sich dabei neue Herausforderungen   und Spannungsfelder, die in diesem Band reflektiert werden.   (Trans-)Formationen in Bezug auf Gesellschaften und Ungleichheitsverhältnisse,   Körper, Bildung, Medien und Geschichte werden in den Beiträgen ebenso in den   Blick genommen wie Fragen von Gleichstellung, Equality und Diversity.

Elke Kleinau (Dr. phil.) ist Professorin für Historische   Bildungsforschung und Gender History an der Universität zu Köln.
Dirk Schulz (Dr. phil.) ist Geschäftsführer der zentralen   wissenschaftlichen Einrichtung GeStiK (Gender Studies in Köln) an der   Universität zu Köln.
Susanne Völker (Dr. phil.) ist geschäftsführende Direktorin und   wissenschaftliche Leiterin von GeStiK (Gender Studies in Köln) sowie   Professorin für Methoden der Bildungs- und Sozialforschung und der Gender   Studies an der Universität zu Köln.


 


http://www.care-macht-mehr.com

Die Initiative bittet um Unterstützung

„Liebe Interessierte, liebe Kollegin und lieber Kollege,

Wir möchten Sie/Dich zur Unterzeichnung unseres Care-Manifests gewinnen.

Mit dieser Initiative möchten wir Sorge, Zuwendung, Unterstützung, Pflege –  kurz gesagt „Care“ – als Grundlage eines guten Lebens in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Aufmerksamkeit rücken. Trotz einzelner Schritte, wie etwa dem in Deutschland inzwischen bestehenden Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz auch vor dem dritten Lebensjahr, klaffen zwischen Angeboten und Bedarfen immer noch gravierende Lücken. Betreuungsplätze sind nur ein Aspekt des weiten Feldes von Care; überall entwickeln sich in der bezahlten und unbezahlten Sorge für Kinder sowie für kranke, behinderte und alte Menschen zusätzlich zu bislang nicht geschlossenen Versorgungslücken neue und gravierende Mangellagen durch Privatisierungspolitiken, Sparprogramme, Finanzierungsengpässe in Städten und Gemeinden u.a.m.

Unsere Initiative ist aus Treffen einer Runde engagierter Wissenschaftler_innen aus unterschiedlichen Bereichen in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden. Wir haben – wie viele andere in Europa derzeit ebenfalls – den Eindruck, dass es inzwischen genügend differenzierte Analysen der Schwierigkeiten in unterschiedlichen Care-Bereichen gibt. Dringlich erscheint uns nun das Anliegen, weitere Öffentlichkeiten zu erreichen, um auf die Notwendigkeit umfassend veränderter Strukturen von Sorge und Versorgung hinzuweisen…mehr

Wer das Care-Manifest unterzeichnen möchte, schickt bitte eine entsprechende Nachricht an folgende email-Adresse:

info@care-macht-mehr.com <mailto:info@care-macht-mehr.com> oder unterzeichnet direkt auf der  *Website* http://www.care-macht-mehr.com.