Archiv für den Tag: 14. November 2013


Karriere »Grundschulleitung«
Über den Einfluss des Geschlechts beim beruflichen Aufstieg ins Schulleitungsamt

(Wiebke Bobeth-Neumann)

»Meinst du, ich pack das?« In der Schulform
Grundschule ist das quantitative Ungleichgewicht zwischen Lehrerinnen
und Lehrern besonders eklatant. Wenngleich ein deutlicher Aufwärtstrend von Frauen in der Schulleitung zu verzeichnen ist, wird mehr als ein Drittel der Schulleitungspositionen an Grundschulen von Männern bekleidet – und das bei einem Gesamtanteil der Männer am Kollegium von nur ca. 12 Prozent.
Diese Studie untersucht den Aufstiegsweg von Grundschullehrkräften ins Schulleitungsamt und liefert Erklärungen für unterschiedliche Karrieremuster. Zudem stellt Wiebke Bobeth-Neumann die Frage ins Zentrum, ob und in welcher Form Geschlecht als Strukturkategorie auf diesen beruflichen Aufstieg Einfluss nimmt.


Kollektivität nach der Subjektkritik
Geschlechtertheoretische Positionierungen

(Gabriele Jähnert, Karin Aleksander, Marianne Kriszio)

Formen von Kollektivität prägen nahezu alle Lebensbereiche und gesellschaftlichen Zusammenhänge. Sie sind Grundlage der vielfältigen Varianten von Politik und sie ergeben sich in Arbeitsverhältnissen. Kollektivität wird zum begrifflichen Dreh- und Angelpunkt, wenn man maßgeblichen Strömungen feministischer Theoriebildung folgt, die nicht von einem souveränen, isolierten Subjekt ausgehen.
Dieser Band fragt danach, wie sich Gemeinschaften denken lassen und wie Kollektivität vorgestellt werden kann, wenn die scheinbar zentrale Kategorie zur Vergemeinschaftung, die Kategorie der »Identität«, zum kritischen Projekt geworden ist.


Geschlecht und Geschichte in populären Medien

(Elisabeth Cheauré, Sylvia Paletschek, Nina Reusch)

Wie werden Geschlecht und Geschlechterverhältnisse über populäre Präsentationen von Geschichte konstruiert? Welche Chancen und Beschränkungen bieten populäre Geschichtsformate in der Verhandlung von Geschlecht und in der Darstellung von Frauen- und Geschlechtergeschichte?
Die Beiträge des Bandes diskutieren diese Fragen aus interdisziplinärer Perspektive. Untersucht werden populäre Darstellungen von Frauen- und Geschlechtergeschichte in faktualen und fiktionalen Formaten vom 19. Jahrhundert bis heute: in performativen, bildlichen, audiovisuellen sowie Printmedien, in Schulbüchern, historischen Romanen und Comics bis hin zu Werbefilmen, Fernsehserien, Re-enactments oder Heavy Metal. Die dabei behandelten historischen Referenzräume spannen sich von der Antike bis zur Gegenwart.


»When we were gender…« – Geschlechter erinnern und vergessen
Analysen von Geschlecht und Gedächtnis in den Gender Studies, Queer-Theorien und feministischen Politiken

(Jacob Guggenheimer, Utta Isop, Doris Leibetseder, Kirstin Mertlitsch)

Wie sich jener Menschen erinnern, die in einer hegemonialen Kultur unerwähnt bleiben? Das Verhältnis von Politik, Geschlecht und Gedächtnis ist eines der großen Problemstellungen der Gender Studies. Wie sehen die vergeschlechtlichten Kodierungen, Metaphern und Allegorien des Gedächtnisses aus? Welche Bedeutung kommt dabei der Materialität der Körper zu? Wie greifen performative Prozesse in Empfindungen ein?
In den Beiträgen dieses Bandes treffen Ansätze queer-feministischer Geschichtsschreibungen und biographische Erzählungen auf programmatische Untersuchungen der Verstrickungen von Geschlecht, Erinnerung und Geschichte.


Ausgänge aus der »Frauen-Falle«?
Die Un-Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Bild-Text-Diskurs

(Florian Kreutzer)

Wohin führen uns die Ausgänge aus der »Frauen-Falle«? Wie gestaltet die Wechselwirkung von Bildern und Texten, Metaphern und Argumenten den Kampf um Images im Diskurs zur (Un-)Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Florian Kreutzer zeigt anhand von detaillierten Fallstudien und systematischen Analysen: Während die »Frauen-Falle« die Hintergrundmetapher der Un-Vereinbarkeit bildet, dient der liminale Doppelkörper der berufstätigen Frau und Mutter als imagebildende Ikone der Vereinbarkeit.
Im theoretischen Bezugsrahmen dieser Diskursanalyse entwirft er eine dialektische Phänomenologie der medialen Imagebildung, die sich an Theodor W. Adornos negativer Dialektik, an der Metaphorologie von Hans Blumenberg und der Medientheorie von Niklas Luhmann orientiert.


Gender in Bewegung Aktuelle Spannungsfelder der Gender und Queer Studies

(Elke Kleinau, Dirk Schulz, Susanne Völker)

Gender und Queer Studies haben sich als innovativer Wissens- und Praxiskomplex erwiesen: Sie haben neue Sichtweisen hervorgebracht und daran mitgewirkt, Wissensproduktionen, Forschungsperspektiven und Problematisierungen inter- und transdisziplinär zu (re-)formulieren. In der Theorie und Praxis, im öffentlichen wie akademischen Raum zeigen sich dabei neue Herausforderungen und Spannungsfelder, die in diesem Band reflektiert werden. (Trans-)Formationen in Bezug auf Gesellschaften und Ungleichheitsverhältnisse, Körper, Bildung, Medien und Geschichte werden in den Beiträgen ebenso in den Blick genommen wie Fragen von Gleichstellung, Equality und Diversity.


Titel: Geschlecht und Geschichte in populären Medien

Wie werden Geschlecht und Geschlechterverhältnisse über populäre Präsentationen von Geschichte konstruiert? Welche Chancen und Beschränkungen bieten populäre Geschichtsformate in der Verhandlung von Geschlecht und in der Darstellung von Frauen- und Geschlechtergeschichte?
Die Beiträge des Bandes diskutieren diese Fragen aus interdisziplinärer Perspektive. Untersucht werden populäre Darstellungen von Frauen- und Geschlechtergeschichte in faktualen und fiktionalen Formaten vom 19. Jahrhundert bis heute: in performativen, bildlichen, audiovisuellen sowie Printmedien, in Schulbüchern, historischen Romanen und Comics bis hin zu Werbefilmen, Fernsehserien, Re-enactments oder Heavy Metal. Die dabei behandelten historischen Referenzräume spannen sich von der Antike bis zur Gegenwart.

Elisabeth Cheauré ist Professorin für Slavistik und Gender Studies an der Universität Freiburg.
Sylvia Paletschek ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg.
Nina Reusch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschergruppe »Historische Lebenswelten in populären Wissenskulturen der Gegenwart« an der Universität Freiburg.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:

http://www.transcript-verlag.de/ts2373/ts2373n.php

 


Titel: »When we were gender…« – Geschlechter erinnern und vergessen. Analysen von Geschlecht und Gedächtnis in den
Gender Studies, Queer-Theorien und feministischen Politiken

Wie sich jener Menschen erinnern, die in einer hegemonialen Kultur unerwähnt bleiben? Das Verhältnis von Politik, Geschlecht und Gedächtnis ist eines der großen Problemstellungen der Gender Studies. Wie sehen die vergeschlechtlichten Kodierungen, Metaphern und Allegorien des Gedächtnisses aus? Welche Bedeutung kommt dabei der Materialität der Körper zu? Wie greifen performative Prozesse in Empfindungen ein?
In den Beiträgen dieses Bandes treffen Ansätze queer-feministischer Geschichtsschreibungen und biographische Erzählungen auf programmatische Untersuchungen der Verstrickungen von Geschlecht, Erinnerung und Geschichte.

Jacob Guggenheimer (Mag.) ist Koordinator des Forschungsnetzwerks »Kultur & Konflikt« und Lektor an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU).
Utta Isop (MMag.) lehrt am Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien der AAU.
Doris Leibetseder (Dr. phil.) ist Mitarbeiterin am Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien der AAU sowie Lektorin an der AAU, der Karl-Franzens-Universität Graz und der Universität Wien.
Kirstin Mertlitsch (Mag.) ist geschäftsführende Leiterin des Zentrums für Frauen- und Geschlechterstudien an der AAU.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:

http://www.transcript-verlag.de/ts2397/ts2397n.php

 


Titel: Ausgänge aus der »Frauen-Falle«?.
Die Un-Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Bild-Text-Diskurs

Wohin führen uns die Ausgänge aus der »Frauen-Falle«? Wie gestaltet die Wechselwirkung von Bildern und Texten, Metaphern und Argumenten den Kampf um Images im Diskurs zur (Un-)Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Florian Kreutzer zeigt anhand von detaillierten Fallstudien und systematischen Analysen: Während die »Frauen-Falle« die Hintergrundmetapher der Un-Vereinbarkeit bildet, dient der liminale Doppelkörper der berufstätigen Frau und Mutter als imagebildende Ikone der Vereinbarkeit.
Im theoretischen Bezugsrahmen dieser Diskursanalyse entwirft er eine dialektische Phänomenologie der medialen Imagebildung, die sich an Theodor W. Adornos negativer Dialektik, an der Metaphorologie von Hans Blumenberg und der Medientheorie von Niklas Luhmann orientiert.

Florian Kreutzer (Prof. Dr. rer. soc.) ist Professor für Soziologie an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit in Mannheim.

Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:

http://www.transcript-verlag.de/ts2471/ts2471n.php


Neuerscheinung im Transcript-Verlag:

Elke Kleinau, Dirk Schulz, Susanne Völker (Hg.)
Gender   in Bewegung
Aktuelle Spannungsfelder der Gender und Queer Studies

November   2013, 358 Seiten, kart., 33,99 €
ISBN: 978-3-8376-2269-0


Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit:
http://www.transcript-verlag.de/ts2269/ts2269n.php


 

Gender   und Queer Studies haben sich als innovativer Wissens- und Praxiskomplex   erwiesen: Sie haben neue Sichtweisen hervorgebracht und daran mitgewirkt,   Wissensproduktionen, Forschungsperspektiven und Problematisierungen inter-   und transdisziplinär zu (re-)formulieren. In der Theorie und Praxis, im   öffentlichen wie akademischen Raum zeigen sich dabei neue Herausforderungen   und Spannungsfelder, die in diesem Band reflektiert werden.   (Trans-)Formationen in Bezug auf Gesellschaften und Ungleichheitsverhältnisse,   Körper, Bildung, Medien und Geschichte werden in den Beiträgen ebenso in den   Blick genommen wie Fragen von Gleichstellung, Equality und Diversity.

Elke Kleinau (Dr. phil.) ist Professorin für Historische   Bildungsforschung und Gender History an der Universität zu Köln.
Dirk Schulz (Dr. phil.) ist Geschäftsführer der zentralen   wissenschaftlichen Einrichtung GeStiK (Gender Studies in Köln) an der   Universität zu Köln.
Susanne Völker (Dr. phil.) ist geschäftsführende Direktorin und   wissenschaftliche Leiterin von GeStiK (Gender Studies in Köln) sowie   Professorin für Methoden der Bildungs- und Sozialforschung und der Gender   Studies an der Universität zu Köln.